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Das Patriots Point Naval & Maritme Museum in Charleston, SC ist das viertgrößte Marinemuseum des Landes und eines von nur zwei Museen, die mehr als zwei Museumsschiffe beherbergen.
Das grösste Schiff ist die USS Yorktown CV 10, ein Flugzeugträger der Essex- Klasse, aus dem zweiten Weltkrieg.


Die USS Yorktown wurde mehrmals modernisiert und war bis 1970 im Dienst der US- Navy. 1975 wurde die USS Yorktown in Charleston zum Museumsschiff ausgebaut. Neben unzähligen Ehrenmalen und Gedenktafeln, beherbergt die USS Yorktown auch ein Museum US- amerikanischer Trägerflugzeuge und das „Medal of Honor Museum“.














Das Nationalmuseum  ist auch gleichzeitig der Sitz der Congressional Medal of Honor Society, der außergewöhnlichsten und möglicherweise exklusivsten Organisation der Vereinigten Staaten.
Einen besonderen Einsatz durfte die USS Yorktown im Dezember 1968 absolvieren. Sie wurde als Bergungsschiff der NASA- Mission Apollo 8 in den Pazifik geschickt, um dort die Astronauten Frank Bormann, James A. Lowel und William Anders, die ersten Menschen, die den Mond umkreisten, mit ihrer Raumkapsel  zu bergen und an Bord zu nehmen.




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Neben der USS Yorktown liegt die USS Laffey DD 724, ein Zerstörer der Allen M. Summer Klasse vor Anker. Auch dieses Schiff ist als Museumschiff ausgebaut und kann besichtigt werden.
Die USS Laffey ist ebenfalls bereits im zweiten Weltkrieg im Einsatz gewesen und hat unter anderem, die Landungstruppen der Operation D-Day, der Landung  in der Normandie, von der Seeseite unterstützt.


Als drittes und letztes Schiff im Patriots Point Naval & Maritime Museum liegt das U-Boot USS-Clamagore SS 343 hinter dem Heck der USS Yorktown vor Anker.


Die Clamagore ist ein U-Boot GUPPY III –Klasse wurde jedoch ursprünglich 1944 als ein U-Boot der Balao- Klasse in Dienst gestellt. Nach zweimaliger Modernisierung wurde das Boot zunächst der GUPPY II- Klasse, später dann der GUPPY III- Klasse zugeordnet. Es ist das einzige erhaltene Boot dieser U- Boot- Klasse. Sie war 30 Jahre im kalten Krieg im Einsatz und wurde 1975 außer Dienst gestellt. 1981 wurde das U-Boot nach Charleston überstellt, wo es als Museumschiff an die vielen Opfer der amerikanischen Kriegsgeschichte erinnert.
Es ist generell als Europäer schwer zu erfassen, wie sehr die Amerikaner ihre Veteranen aber auch aktiven Soldaten ehren.
Es braucht eine gewisse Zeit und Aufmerksamkeit um zu erkennen, dass der Patriotismus nicht beim „Fähnchen schwenken“ endet, sondern den Helden und Veteranen eine besonderen Achtung und Aufmerksamkeit zugedacht wird. So ist mir erst nach mehreren Besuchen, mehrerer Veranstaltungen oder öffentlichen Einrichtungen aufgefallen, dass der aktive Soldat in Uniform fast überall freien Eintritt genießt und bei kostenpflichtigen Zusatzleistungen, besondere Vergünstigungen erfährt. Oftmals gilt dies auch für seine Familie. Es ist nicht ungewöhnlich das amerikanische Männer beim Erklingen der Nationalhymne, militärische Haltung annehmen, selbiges habe ich auch an vielen Gedenktafeln, gefallener Soldaten beobachten können.

Unter anderem deshalb, darf wohl im Naval &Maritime Museum auch ein Bereich nicht fehlen, der dem Vietnamkrieg gewidmet ist. Auch wenn dieser Konflikt nicht eines der Ruhmesmale der amerikanischen Geschichte ist, so wird dessen Helden und Veteranen derselbe Respekt und dieselbe Achtung entgegen gebracht wie allen anderen. Denn auch diese Frauen und Männer sind für ihr Land und ihre Landsleute in den Krieg gezogen.
An die Art, wie die Amerikaner ihrer Helden gedenken, muss man sich als Europäer ebenfalls erst gewöhnen, sonst gewinnt man leicht den Eindruck, dort würde den Besuchern eine Show geboten. Beobachtet man aber die Menschen, die diese Einrichtungen besuchen, z.B. die Väter, die ihren Kindern erklären wofür diese Menschen im Krieg gefallen sind, sieht man es von einer ganz anderen Seite. Zumindest ist es mir so ergangen und ich empfinde meinerseits großen Respekt vor der Art, wie diese Nation in diesem Punkt zusammensteht.












LG
Ralf

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