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Low Budget Projekt oder wie man einen kleinen Teich für kleines Geld anlegen kann…                                                 

 

 

 

Hier möchte ich Euch eine kleine Geschichte über die Entstehung meines "Pfützenprojektes" erzählen. Geplant war natürlich alles ganz klein und ganz anders...

 

--- Ursprünglich habe ich diesen Bericht in einem Teichforum geschrieben. Wenn also das eine oder andere dieses Berichts den Eindruck eines „Insiders“ erweckt, lest es mit Humor… ---

 


Zuerst war da dieser kleine, ca. 350 Liter fassende, Fertigteich. Dieser war bei meiner Schwiegermama im Garten mehr oder weniger verkommen. Dann gab es schon lange die Idee eines kleinen Bachlaufs im Garten. Soweit, so gut. Irgendwann saßen wir auf unserer Terrasse und sprachen über die weiteren Gestaltungsmöglichkeiten unseres Gartens. Mein Kumpel Dirk war auch dabei. Als das Thema dann Richtung Teich und Bachlauf ging, bot Dirk mir seine ausrangierte aber noch voll funktionstüchtige Pumpe aus einem ehemaligen Pool an, 4,50 im Durchmesser und 1,20m tief. Gaaanz viel Wasser!! Er hätte auch noch einen einfachen Filter für mich. Gut... Teich war da, Pumpe war da... fehlte nur noch ein geeigneter Platz im Garten. Ihr müsst wissen, dort, wo jetzt der Teich ist, war noch dichtester Dschungel, bestehend aus allen einheimischen Sträuchern, welche die Eigenschaft hatten unkontrollierbar zu wuchern. Leider habe ich Pfosten vom Ursprungszustand kein Bild gemacht, da der Dschungel so nach und nach gerodet wurde... Zurück zum Thema... Der Ursprüngliche Platz sollte nicht rechts neben der Terrasse sein, sondern "vor Kopf" und bot gerade Mal Platz für die Minischüssel und etwa 1m Bach... Aber egal, ich wollte Wasser!
Da am ursprünglichen Platz noch erhaltenswerte Pflanzen in schönster Blüte standen, konnte ich natürlich nicht sofort loslegen. Himmel bewahre, leg‘ Dich nie mit drei Frauen an!!

 

Also warten. Während des Wartens und Redens, ergab es sich, dass unsere 8 jährige Tochter Maray von dem Vorhaben Wind bekam. Ihre erste Frage... na welche???? ...Papa, kommen da auch Fische rein?? Ruuuummms! Gestorben war das Miniprojekt... Fische brauchen mindestens 1m Wassertiefe und auch mehr Wasser (höhö, ich rieb mir die Hände... weibliches Wesen Nummer 4 in der Familie war auf meiner Seite und wusste nichts davon...). Also neu planen... gaaanz bescheiden 3x2m, 1m tief, braucht nur 30m² Folie, also grob gerechnet maximal knapp €200,-- (ja, ich hab den Preis bewusst hoch angesetzt, die kleine war in Hörweite.....löl). Ok! 200 Euronen... aber nicht mehr!! So, jetzt noch den Platz... Ich hatte Bereits heimlich unter den wahnwitzigsten Vorwänden, begonnen den jetzigen Platz immer mehr zu roden. Am Schluss stand nur noch die Esche (ca 5m hoch) im Bereich des Teiches. Die wollte meine Regierung ums Verrecken nicht zum Abholzen freigeben. Mist, drum rum bauen. Diese Esche ist auch auf den ersten Bildern noch zu sehen..... NOCH!!)
Ein weiterer Nachmittag auf der Terrasse, meine Schwiegermama war auch anwesend, gab die plötzliche Wende.... Ach so, ich habe vergessen zu erwähnen, dass zwischenzeitlich so ein Mensch von den Telekomikern da war, er hat die Oberleitungen (ja, wir haben sowas noch) kontrolliert und dabei festgestellt, dass ausgerechnet meine LIEBLINGSESCHE das Telefonkabel zum Haus "umschlungen" hat. Ups, dat muss da aber wech... Hier konnte ich aber nur ein gaaanz leichtes Stutzen der Krone herausschlagen...

 

zurück zu jenem glorreichen Nachmittag auf der Terrasse. Also das Gespräch bewegte sich Richtung Esche. Meine Frau blockte sofort jede weitere Rückschnittmaßnahme ab, bevor ich diese überhaupt auf der Zunge hatte. Und dann schlug das Schicksal plötzlich einen Haken und wendete sich um 180° in meine Richtung. Meine liebe Schwiegermama (und das meine ich aus tiefstem Herzen ehrlich!!) mischte sich plötzlich ein, wie ein alter Teichbauhase, und hielt meiner Liebsten einen ausführlichen Vortrag (oder war es eine Standpauke??) über die Nachteile dieses Baumes am Teich und überhaupt, dieser nackte Stamm wäre doch Grotten hässlich (Hurraaaa, ich liebe diese Frau). Kurzum es blieb beim gaaanz kleinen Rückschnitt... 5cm unter dem Boden!!!!! ) Am nächsten Morgen war die Esche zu Brennholz verarbeitet. Der Platz war frei!!! Wie auf den Bildern zu sehen ist, hatte ich ja bereits begonnen, den Teich zu bauen, es war sogar schon Wasser im Folienteich. Also in allerletzter Minute war der Weg für meinen 2m Bachlauf freigeworden.

So, nun aber endlich die Eckdaten zu meiner kleinen Teichanlage:

Maße des Folienteichs: 3m x 2,80m x 1m (da ich die Folie plötzlich sehr günstig bekommen habe, spendierte ich uns eine kleine Flachwasserzone, die den Teich optisch größer erscheinen lässt...)

Maße des Fertigteiches: 1,80m x 1,40m x 0,50m

Maße des Bachlaufs: 2,30m x 0,40m, Höhenunterschied ca. 0,50m

Pumpe: Poolpumpe mit einem Fördervolumen von ca. 3500 liter/std bei einer Förderhöhe von 1m

Filter: ein Eimer mit fest verschließbarem Deckel voller Löcher, unten dicke Kiesel, darüber 2 Schaumstoffmatten, darüber ein umfunktionierter Pflanzkorb als Abstandhalter zum Deckel damit die Schaumstofflagen nicht aufschwimmen. In der Mitte geht der Ansaugschlauch (mit Saugkorb und Rückschlagventil) durch den Schaumstoff bis in den Kiesel, fertig ist der Filter. Später habe ich einen Rest Folie als Tarnung angebracht.

Folie: PVC 1mm
Flies: keines
Schlauch: Spiralschlauch 1"

Geplanter Aufbau: Vom Folienteich wird das Wasser, durch den Filter zur Pumpe und von da aus hoch zum Bachlauf geführt. Dieser bringt das Wasser in das kleine ABS- Becken, dem späteren Pflanzenbecken (Biofilter). Von dort aus gelangt das Wasser über den, mit dem Heißluftfön geformten, Überlauf zurück in den Folienteich. Dieser hat natürlich auch eine umlaufende Pflanzzone von ca 25 bis 30 cm und eben die Flachwasserzone, in der Ebenfalls Pflanzen heimisch werden sollen. Fische sollen maximal 10 Stück eingesetzt werden. Zurzeit sollen es Goldfische werden, eventuell ein paar Shubunkins (ich hoffe das habe ich jetzt richtig geschrieben), aber das ist ja auch eine Zuchtform der Goldfische.

 


Zur Bauphase:

Vorweg, ich kann leider keine präzisen Angaben mehr darüber machen, ob das eine oder andere Bild nun zum ersten oder 20. Bautag gehört, so dass ich die Bautage einfach weglasse und mich nur auf die chronologische Reihenfolge beschränke. Sicherlich werde ich hier und da mal erwähnen, dass nun ca. 2 Wochen vergangen sind oder so, aber genauer kann ich es nicht mehr Nachvollziehen. Baubeginn war jedenfalls Mitte August.

Also ich kann mich noch erinnern, dass ich den Teich am ersten Tag abgesteckt habe... auch die Pflanzzone habe ich am ersten Tag ausgehoben.

 


Das war ja auch alles noch schön einfacher Boden, der sich mit Spaten und Schaufel bearbeiten ließ... der erste Spatentief von der Tiefwasserzone brachte allerdings auch die ersten härteren Materialien zum Vorschein....

 




Ach ich vergaß oben zu schreiben, dass ich sehr wohl wusste, an welcher Stelle des Gartens ich den Teich geplant hatte... dort war mal ein Mistfall, welcher mit Bauschutt verfüllt wurde. Zunächst fand ich ein paar alte Ziegelsteine und mehr oder weniger handliche Betonbrocken.

 



Dann kam der erste Euphoriedämpfer, mein Sechser im Lotto aber umgekehrt.... Kennt Ihr diesen Betonklumpen, den ein Bauunternehmer auf fast jeder Baustelle hinterlässt, wenn er nach dem Betonieren den Rest Beton loswerden muss und seine Geräte reinigt??? Dieser Klumpen lag in meinem Teich!!!!

 



Ich habe zunächst gedacht, ich würde rund rum das Ende finden, aber weit gefehlt... der Klumpen ging durch die volle Breite meiner Tiefwasserzone und noch ein bisschen weiter....

 



Da musste der "polnische Abbauhammer" ran... unterstützt von einen elektrischen Verwandten und meinen übermotivierten Söhnen Jonas und Leon...

 

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Ich weiß noch, dass wir einen ganzen Tag benötigt haben um diesem Ungetüm beizukommen.

 



Beim weiteren Buddeln trafen wir natürlich noch auf weitere kleine Geschwister dieses (ehemaligen) Störenfriedes, zwei liegen so blöd am Rand der Tiefwasserzone übereinander, dass ich kurzerhand beschlossen habe, diese als Pflanzterrasse für die Seerose zu verwenden.

 



In der unteren Schicht waren wir dann fast nur noch mit dem Bergen kleinerer und mittlerer Bauschuttklumpen beschäftigt. Aber dann war es vollbracht! Fast eine Woche haben wir für den Aushub benötigt.

Als nächstes mussten die Löcher an den Teichwänden wieder in die Form modelliert werden, welche ich mir für den Teich gedacht hatte.



Also habe ich mir aus dem Bodenaushub (der war ja zwischendurch auch vorhanden) und Wasser eine schöne zähe Pampe gemischt, und habe den ganzen Teich von innen ausmodelliert. Dabei habe ich natürlich fein säuberlich alle kleinen Steinchen aus der Pampe sortiert. Am Steilufer (die vordere Teichwand, von der Terrasse aus gesehen) musste ich, mithilfe von Ziegelsteinen, regelrecht eine neue Uferwand aufbauen.

 



Wetterbedingt, dauerte auch diese Arbeit ein paar Tage.
Als der Teich soweit ausmodelliert war, holte ich mir vom meinem Kumpel Dirk einen Anhänger voll Lehm (den hatte ich nämlich nicht in "reiner" Form) und überzog den gesamten Folienbereich mit einer ca. 3cm dicken Lehmschicht. Achtung!! Achtet auf den Eschenstamm... letztes Bild von diesem Baum...



Die Vorgehensweise war hier ebenfalls mit einer richtig schön zähen Pampe, die sich so gerade eben noch modellieren ließ. Diese Schicht dient dem Schutz der Folie, weshalb ich auf das Flies verzichten konnte.

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Mittlerweile war die Folie geliefert worden, cool wenn man einen Kumpel hat, der im Baumarkt arbeitet...- Tiefpreisgarantie, m² für € 3,92 löl...
Also ans Werk, Folie einziehen. Dank der Mithilfe meiner beiden Söhne Jonas und Leon, sowie der helfenden Hand der Oma. war die Folie recht schnell im Loch... das Falten hatte ich ja schon ein paarmal im Forum gesehen, musste aber feststellen, dass es ein Fall für sich ist, wenn man keinerlei praktische Erfahrung damit hat.



Aber auch das haben wir geschafft. Nicht unbedingt Preisverdächtig aber in Ordnung (habe ich nach drei Stunden beschlossen).



Wasser marsch!!

 

 



Als der Teich bis unter die Pflanzzone gefüllt war, habe ich noch die eine oder andere Falte etwas in Form gebracht und den Uferrand der Flachwasserzone etwas erhöht, denn das Gelände fällt in diese Richtung etwas ab. Ca. 15 cm musste ich dort anheben. Dies habe ich mit alten Ziegelsteinen, und meiner geliebten Pampe realisiert. Dahinter habe natürlich genug Erdreich angefüllt und verdichtet, damit mir das Ganze nicht wegläuft.

 

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Parallel dazu habe ich begonnen, das Loch für den Fertigteich auszuheben. Den wollte ich auch in der Erde haben, bevor ich den Folienteich komplett fülle, da ich ja den Anschluss zwischen Folie und ABS- Kunststoff herstellen musste. Da sich die beiden Stoffe nicht ohne erheblichen Aufwand Wasserdicht verkleben lassen, habe ich die Folie im Bereich des Überlaufs hochgezogen und den Überlauf mit einer Art Tropfkante geformt, so dass ich dort hoffentlich keine Kapillarverluste zu befürchten habe.

 



Ein Testlauf hat mir dies dann auch glücklicherweise bestätigt. Keinerlei Wasserverlust durch den Überlauf.

 



Um Verluste durch Wasser zu verhindern, welches später über die Steine seine eigenen Wege gehen will, habe ich die Folie links und rechts neben dem Überlauf großzügig auf das Ufer gelegt und ein relativ leichtes Gefälle Richtung Teich geschaffen. Somit sollte Wasser, das irgendwelche Umwege über irgendwelche Steine nimmt, trotzdem im Teich landen. Ein weiterer Test hat mir auch dieses bestätigt...

 



So langsam nimmt die Anlage Formen an. Im Hintergrund sind übrigens meine bis dahin gesammelten Bodenschätze schön zu sehen....

 



Hier ist der Uferbereich der Flachwasserzone zu sehen. Dem geübten Auge fällt sofort die kantige Struktur unter Folie auf. Das liegt daran, dass zum Zeitpunkt des Fotos die Pampe noch nicht zwischen Folie und Ziegelsteinen eingebracht war. Für den letzten Feinschliff habe ich den Teich dann doch bis zum überlaufen gefüllt, so konnte ich mich mit dem Uferbereich am Wasserstand orientieren und musste nicht mit der Wasserwaage rumkaspern. Wenn man so halb unter der Folie arbeitet, ist doch schnell mal eine minimale Ungenauigkeit eingebaut, und rächt sich später.

 



Nach kleineren Korrekturen des Uferrandes, die ich nicht einzeln dokumentiert habe, ging es dann mit dem Bachlauf weiter....

Ich habe hin und her überlegt, wie ich den Bachlauf, bzw. den Hügel für den Bachlauf anlege. Da kommt ja doch ein bisschen Gewicht auf einen Haufen und ich habe logischerweise keinen Bock in ein paar Monaten alles wieder neu machen zu müssen, weil der Haufen zusammengesackt ist... Da kam dann wieder meine Schwiegermama ins Spiel oder besser gesagt, ihr Garten...
Nicht dass ihr meint, ich würde meiner lieben Schwiegermama ihren Garten plündern!!! Das heißt, irgendwie schon aber der Garten soll aufgelöst werden, also hat sie mir gesagt: "Hol dir, was du gebrauchen kannst, bevor wir alles wegschmeißen...." Ohne diesen Garten wäre das Projekt nicht als Low Budget möglich gewesen!
Aber zurück zum Bachlaufhügel... mein "Mount Waschbeton".... Hiervon sind im alten Garten nämlich mehr vorhanden, als ich jemals sinnvoll verarbeiten könnte....

 



Also, Boden weg, Schotter rein, verdichten, Waschbetonplatten drauf... 34 Stück mit je 28,5 kg. Im Garten aufnehmen und auf die Sackkarre, auf meinen Pickup, oben bei mir (der alte Garten ist nur 500m entfernt) wieder auf die Sackkarre, zum Teich schieben, legen... habt ihr mitgezählt, ich hatte jede Platte 4mal!!! in der Hand.... Feierabend, Bier her mein Rücken hat genug für heute...
Als nächstes wurden die "Bodenschätze" um die doch sehr rechtwinklige und kantige Bachtreppe verteilt, so dass ich schon annähernd eine brauchbare Form erhalten habe. Nebenbei habe ich mir so auch die Entsorgung erspart....

 



Danach habe ich, unter Verwendung des immer noch reichlich vorhandenen Bodenaushubs, und ein paar kleineren Bodenschätzen sofort das Bachufer erhöht, um eine Mulde zu erhalten.

 



So, jetzt erst mal Erdbewegung praktizieren, ich habe nicht gezählt, wie viele Schubkarren Erde das waren, aber die Bodenschätze wurden komplett mit Erde bedeckt, zwischendurch immer schön anstampfen das Ganze, der nächste Regen kommt bestimmt und das Böschungsgefälle war ganz ordentlich...

 



Zwischendurch habe ich, um meinen Rücken zu schonen, die ersten Natursteine (auch aus dem alten Garten, sozusagen handverlesen) am Ufer verteilt. Die Ziegel im Hintergrund erhalten noch einen besonderen Verwendungszweck, aber dazu später mehr...

 



Ups, ich habe geschlampt!! Beim Anlegen des Bachbettes war ich so in die anstehende Arbeit vertieft, dass ich glatt vergessen habe Fotos zu machen. Bitte vergebt mir diese unverzeihliche Schlamperei.
Also muss ich Euch berichten was passiert ist. Ich habe diese schöne himmelblaue Ex-Poolfolie natürlich nicht einfach auf die nackten Waschbetonplatten gelegt... neeeeiiiiiin, darunter habe ich mit meiner Lieblingspampe zuerst die Bachmulde modelliert,.... meine kleine Tochter war mittlerweile stinksauer... "Papa darf matschen und ich nicht!!!!" Dann kam die tolle himmelblaue Folie und dann..., ja wie mache ich jetzt weiter..... Ich weiß ja mittlerweile, dass meine Poolpumpe ordentlich Wasser schiebt... wenn ich da einfach ein paar Steine reinlege, gehen mir diese garantiert schwimmen... außerdem besteht die große Gefahr, dass irgendwo die superhübsche Folie zum Vorschein kommt. Nee, das geht gar nicht. Mörtel sieht aber auch bescheiden aus... Also ab in meine chaotische Werkstatt und mal nach den restlichen Abtönfarben der letzten Wohnungsrenovierung gesucht.... Grün, Ziegelrot, Schwarz... alles klar, damit wird der Mörtel ansehnlicher... Ja, ich weiß, Mörtel ist stark alkalisch, aber bis die Fischis kommen, finde ich auch hier eine Lösung, da kommt ja erst noch ein ganzer langer Winter, bis dahin ist einiges davon neutralisiert... Also Mörtel, dazwischen ein paar Steine als Strömungsbrecher und um das Wasser ein wenig zu schlängeln. Außerdem geben die den Kieseln halt, die hinterher noch in den Bach sollen, schließlich heißen die Dinger ja auch Bachkiesel...

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So, das ganze jetzt trocknen lassen, in der Zeit kann ich die Pumpe umbauen und Schlauch besorgen. Für die Pumpe habe ich, hinter dem Bachlauf ein Loch gebuddelt, dieses von innen mit den Ziegeln abgemauert, so dass die Pumpe unterhalb des Wasserspiegels vom Folienteich steht. Diese Poolpumpen nehmen einem das nämlich sehr übel, wenn mal der Strom ausfällt. Laufen sofort leer und müssen dann erst mühsam entlüftet werden.... Außerdem sind die Dinger ekelhaft laut, also ab unter die Erde damit.
Ja und am vergangenen Samstag hieß es dann endlich wieder....
Wasser marsch.....

 



Durch das ganze Gerödel ist das Wasser erst mal ganz schön trübe geworden. Die Pflanzen stammen übrigens auch aus dem alten Garten.

Kosten bisher:

130 Euronen für die Folie
16,99 für den Schlauch, das Rückschlagventil war vorhanden...
ca. 20 Euros für Mörtel und
10 Euro für einen Kescher, damit ich schwimmende Gäste (Laub und andere Tiefflieger) direkt wieder ins trockene befördern kann...

 

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Anschließend habe ich das Ufer weiter in Form gebracht, sprich Folie nachgeschnitten und Steine gelegt. Dabei habe ich natürlich die Folienkante so gestaltet, dass mir

 

A) kein Erdreich bei Regen in den Teich gespült wird...

 

B) ich möglichst auch nirgendwo Gefahr laufe eine Kapillarwirkung zu bekommen.

 

Dann habe ich natürlich Erdaushub angefüllt und die vordere Böschung vom Bach, bekommt jetzt auch so langsam ein Gesicht (Gottlob nicht meins...).
Im Hintergrund ist die erste Mauer der Pumpenkammer zu sehen...



Das Wasser ist nun auch wieder Kristallklar...



Puh... so langsam gehen mir die Steine aus, ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele benötige..., egal, dann klaue ich den Frauen die Trittsteine aus den Blumenbeeten..., die kriegen dann im Frühjahr was anderes...



Die Pumpenkammer hat inzwischen ihre 2. Mauer außen rum bekommen, dazwischen ist Styropor zum isolieren. Jetzt kann ich, wenn die Mauer vernünftig ausgehärtet ist, die Böschung weiter ausformen und die Pumpenkammer hinter dem Ausläufer der Böschung verschwinden lassen. Die linke Seite des Teichs wird in diesem Zuge auch mit Erdreich angefüllt. Bei dieser Arbeit ist mir ein gaaanz böser Fehler im Arbeitsablauf, bzw. in der Konzeption des Bachlauf- Pumpenkammerbereichs um die Ohren geflogen... Ich komme da hinten nicht mehr mit der Schubkarre ran... -- EIMER schleppen...  Bei 60 Eimern habe ich aufgehört zu zählen... und zu arbeiten...
Schlussendlich habe ich es aber doch irgendwann geschafft...

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Der Überlauf war dann als nächstes dran, ...nicht dass ich dem Pflaster irgendeine funktionelle Wirkung zuschreibe, aber so wissen meine pflanzwütigen Frauen...  dort wird’s manchmal matschig... und Ralle kriegt keine Mecker...



Hier nochmal ein Bild von der Pumpenkammer....



Die drei, in Reih und Glied liegenden, Findlinge sagen mir wo mein Schlauch verborgen liegt...



Von diesen Fotos kann ich nicht genug kriegen...



Am nächsten Morgen habe ich als erstes unseren Langschläfer Leon, mit den Worten: "AUFSTEHEN, wir beide holen gleich einen Wagen voll Kompost..., aus dem Bett geschmissen. Er hatte dann richtig gute Laune. Nach dem Frühstück (Frauen müssen einem auch immer den Spaß verderben...) sind wir also los und haben meinen Pickup (Ladefläche 1,40m x 1,40m, 40cm hoch) mal eben mit Kompost befüllt (Polnische Bagger). Nachdem wir wieder daheim waren, es ging schnell, nur 45min haben wir zum Schaufeln benötigt..., bin ich erst mal in meine Werkstatt und habe meine Außenbeleuchtung (Schlamperei!!- Kein Foto... egal kommt später) fertig gestellt und im Garten montiert. Dann habe ich angefangen einen Teil des Komposts zu verteilen. Dann war meine Frau auch wieder vom Trödel (irgendwelche Kinderklamotten im KiGa) da und wir konnten losfahren und ein "bisschen" Grünzeug kaufen....

Aber erst mal ein Bild...

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Bevor wir jedoch losfahren konnten, gab es erst mal Essen und unser Sohn Jonas hatte ja an diesem Tag auch Vereinsmeisterschaften im Tennis... OK., da fahren wir auch noch kurz rum.... (Als wenn ich nichts Besseres zu tun hätte)... Naja, irgendwann sind wir dann doch im Gartencenter angekommen. "Wir kaufen aber nur ein paar Pflanzen!!!" "JA mein Schatz nur ein ganz paar kleine Töpfe... die wir letzte Woche gesehen habe, die für 99ct" (Wer welchen Satz gesagt hat, brauche ich nicht zu beschreiben, oder?) Also los, Wagen her, Kinder ab in die Spielburg... Männershopping!! (Baumarkt oder Material für irgendwas, das wir gerade bauen, in diesem Fall... Grünzeug). Ab zu den Regalen, wo die billigen Saisonpflanzen stehen... auf dem Weg: "Schatz guck mal, das würde sich hinten am deinem Bach doch gut machen...".  "Au ja Schatz, schön..."  Ich höre hier auf, seht selbst...



Ein geiler Tag!! 2/3 Drittel unseres Low Budget Projektes sind ab heute Pflanzen...
Also los, wo kommt was hin, es ist 17.00 Uhr um 20.00 Uhr wird’s Dunkel...







Wir haben tatsächlich noch alles in den Boden bekommen und es war sogar noch ein bisschen hell.... Supiiii, Bier her ich will unser Werk genießen!! Bier? welches Bier? AHHHHHHHH, wir haben bei allem Sch... heute vergessen Getränke zu holen...
Leute, dass mit dem Bier stimmt Wirklich, der Notarzt konnte aber sonst keine Lebensgefährlichen Krankheiten bei mir feststellen, jetzt sitz ich hier  mit einem lecker Mineralwasser und freu mich auf Morgen, wenn die Tanke meines Vertrauens öffnet....

Wenn ich auch, der Story halber, das eine oder andere ein bisschen übertrieben habe oder ins lächerliche gezogen habe, auch meine Frauen sind alle ganz lieb, aber es floss mir beim Schreiben einfach so aus den Fingern und die Fakten entsprechen alle ausnahmslos der Wahrheit. Großes Indianerehrenwort...

 

Nachdem ich mehr oder weniger fleißig weiter gewerkelt habe, möchte ich Euch abschließend noch ein paar Impressionen einstellen... Quer durch den Garten (im wahrsten Sinne des Wortes...)

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---- Etwa 1 Jahr nach Fertigstellung des Teiches ----

 

 

 

Hier möchte ich Euch kurz schildern, wie es meiner Pfütze in ihrem ersten Jahr ergangen ist:

 

 

 

Als im Frühjahr das (Algen)leben in meinem Teich erwachte und ich den Filter wieder in Betrieb nahm (natürlich ordnungsgemäß überwintert), hatte ich innerhalb kürzester Zeit eine grüne Brühe wo vorher mal Wasser war. Ich konnte nicht mal mehr 5 cm tief sehen. Oje O Schreck... sie haben es mir im Teichchaotenforum vorausgesagt, was tun?? Lesen. Nach einem Abend im Forum war eigentlich klar, da muss ein anderes System her. Aber welches auf die Schnelle? Da ich seit meinem neuen Job, kaum noch Zeit habe, musste eine schnelle Fertiglösung her, bauen fiel aus eben diesen Zeitgründen aus. Also habe ich samstags die Händler und Gartencenter in der Nähe abgeklappert und bin mit einer Pontec PondoPress 10000 nach Hause gefahren. Also den alten Pott raus und den neuen Filter angeschlossen, zunächst provisorisch, also mit fliegenden Schläuchen und Kabeln. Fertig, laufen lassen.

 

Wat ist dat denn??

 

Da pillert ja nur so ein kleines bisschen Suppe durch meinen Bach... (klar, sind ja auch nur 2500l/h)

 

Ne, das geht so nicht:"Schatz, ich muss noch etwas mehr Geld ausgeben, dat reicht so nich..."

 

Also noch mal los und eine Pondo Vario 2500 dazu gekauft. Warte mal, die Frauen haben da doch noch so einen 60L Kübel mit dichtem Schraubdeckel für ihr Pferdefutter... "Mädels, ich hab Euch da mal eine Kiste für Euer Futter gebaut, dat geht ja so nich, mit dem ollen Kübel, immer schrauben und so..." (hähähä) So, einen zweiten Filterbehälter hatte ich. Ein bisschen bohren, (Verschraubungen hatte ich gleich mit gekauft) Filtermedien rein, Dirk hatte noch Keramikröhrchen für die Bioabteilung für mich und (provisorisch) anschließen. Wasser marsch... Na also, geht doch...

 

Dank der integrierten UVC- Lampe konnte ich bereits nach etwa 4 Tagen erste Fortschritte beobachten.

 

Meine "Messhilfe" war mein Pflanzkorb mit dem Hechtkraut, der etwa 5cm unter der Wasseroberfläche steht. Anfangs konnte ich den Rand nicht sehen, nach eben diesen 4 Tagen war dieser bereits schemenhaft zu erkennen. Jeden Tag konnte ich ein bisschen tiefer sehen und nach etwa 2 Wochen war das Wasser wieder als Wasser zu bezeichnen. Insgesamt hat es fast 4 Wochen gedauert, bis mein Wasser wieder klar war. Den UVC habe ich dann auch den ganzen Sommer laufen lassen.

 

Im Sommer musste ich dann noch eine Uferseite etwas anheben, da hatte ich den Boden wohl nicht ausreichend verdichtet und die Seite mit meiner Flachwasserzone ist etwas abgesackt. Auf derselben Uferseite habe ich auch eine recht große Falte in der Folie, die mir doch tatsächlich durch Kapillarwirkung ein wenig Wasser "fehlgeleitet" hatte. Die habe ich bei dieser Gelegenheit so umgeformt, dass auch dies erledigt ist.

 

Während unseres Urlaubs im August gab es dann eine Schrecksekunde. Meine Mutter rief mich an, der Teich würde Wasser verlieren, 10cm am Tag!! Was ist da passiert?? Mein Kumpel Dirk hat dann mal nachgesehen und mich erst einmal beruhigt, die 10cm waren etwa 5, bei knapp 28°C gehen mindestens drei davon auf Kosten der Sonne... puuh Entwarnung. Als ich wieder zu Hause war habe ich dann aber doch alles kontrolliert und festgestellt, dass mein Bach auch Kapillarverluste zu verzeichnen hatte. Hier war es mein toller gefärbter Mörtel...(Super Ralf!! Da hattest Du ja eine tolle Idee mit deinem Mörtel im Bach, klasse gemacht du Voll... ) Also am folgenden WE den Bach umbauen.... Ich habe mir als erstes Mal eine vernünftige Folie gekauft... Ihr erinnert Euch an meine schöne himmelblaue Poolfolie? Wenn nicht, seht oben... Die flog bei der Gelegenheit erst mal raus, so dass ich auf den Mörtel verzichten konnte. Da ich inzwischen einen anderen Teil meines Gartens ebenfalls um dekoriert hatte, wurden wieder ein paar Natursteine frei, die konnte ich nun gut gebrauchen. Nach einem Samstag war auch dieses Thema Geschichte.

 

Seitdem läuft alles soweit rund, ein paar Fische sind natürlich auch mittlerweile eingezogen. Zu meiner großen Freude hat sich ein Molchpärchen meinen Teich zum brüten ausgesucht, wir konnten fast den ganzen Sommer immer mal wieder kleine Molche (bzw. Larven, Quappen?) beobachten. Zwischendurch hatte sich auch ein Frosch für einige Tage bei uns eingemietet. Dieser hat uns aber ohne Nachwuchs wieder verlassen, worüber ich nicht böse bin.

 

Für das nächste Jahr habe ich einen Umbau meiner Filteranlage geplant, da ich dieses Jahr nicht dazu gekommen bin, mir eine frostsichere Filterkammer zu bauen. Nach ein paar Diskussionsabenden mit Dirk bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich einen Schwerkraftfilter haben möchte, der für den Winter auch sofort einen Bypass erhält, so dass ich den Bach ohne Umbaumaßnahmen außer Betrieb nehmen kann.

 

Abschließend noch ein paar Impressionen:

 

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